Was sind BCTs?
Ob du mehr Pausen machen, regelmäßig trainieren oder deinen Rücken stärken willst: Zwischen Vorsatz und Alltag liegt oft eine Lücke. Behavior Change Techniques – auf Deutsch Techniken der Verhaltensänderung – sind die kleinsten Bausteine, mit denen sich diese Lücke schließen lässt. Jede Technik beschreibt einen Mechanismus: ein Ziel setzen, eine Erinnerung einbauen, Fortschritte sichtbar machen.
Ein internationales Team um die Psychologin Susan Michie hat 2013 insgesamt 93 solcher Techniken in 16 Gruppen geordnet. Diese BCT Taxonomy v1 nutzen Forschung und Praxis weltweit, um Gesundheitsprogramme einheitlich zu beschreiben.
Mehr zur Einordnung
Keine Technik wirkt allein. Erfolgreiche Programme kombinieren mehrere Techniken. In einer Auswertung von Bewegungs- und Ernährungsprogrammen schnitten Programme besonders gut ab, die Selbstbeobachtung mit weiteren Techniken der Selbststeuerung wie Zielsetzung und Rückmeldung verbunden haben.
Nicht jede Technik passt zu jedem Menschen. Die Taxonomie beschreibt, was es gibt – nicht, was du alles tun musst. Einige Techniken arbeiten mit Druck oder Strafe. Sie sind hier der Vollständigkeit halber erklärt und entsprechend gekennzeichnet; in unseren Kursen setzen wir auf Befähigung statt Druck.
Die Forschung geht weiter. 2024 wurde die Taxonomie zu einer Ontologie mit 281 Techniken weiterentwickelt. Wir nutzen hier die Version 1 mit 93 Techniken, weil sie kompakt ist und in Studien bis heute breit verwendet wird.
Die Beispiele zeigen, wie eine Technik im Alltag aussehen kann. Sie ersetzen keine persönliche Beratung – bei Beschwerden sprich mit einer Ärztin oder einem Therapeuten.
Ziele und PlanungGoals and planning
Ziele festlegen, Pläne schmieden und regelmäßig nachjustieren – das Fundament fast jeder Verhaltensänderung.
9 Techniken1.1Verhaltensziel setzenGoal setting (behavior)
Du legst fest, was du konkret tun willst – nicht, was dabei herauskommen soll.
Beispiel Stress: „Ich mache an jedem Arbeitstag nach dem Mittagessen fünf Minuten Atemübung am Schreibtisch.“
Mehr erfahren – mit Beispielen →1.2ProblemlösenProblem solving
Du findest heraus, was dir im Weg steht, und suchst gezielt nach Lösungen dafür.
Beispiel Stress: Du merkst, dass deine Pausen immer ausfallen, weil Kolleg:innen dich ansprechen. Lösung: Du gehst für die Pause bewusst aus dem Büro.
Mehr erfahren – mit Beispielen →1.3Ergebnisziel setzenGoal setting (outcome)
Du legst fest, welches Ergebnis du mit deinem Verhalten erreichen möchtest.
Beispiel Stress: „In acht Wochen möchte ich abends wieder innerhalb von 30 Minuten einschlafen können.“
Mehr erfahren – mit Beispielen →1.4HandlungsplanungAction planning
Du planst genau, wann, wo, wie oft und wie lange du dein Vorhaben umsetzt.
Beispiel Stress: „Wenn ich nach der Arbeit ins Auto steige, dann atme ich dreimal langsam aus, bevor ich losfahre.“
Mehr erfahren – mit Beispielen →1.5Verhaltensziele überprüfenReview behavior goal(s)
Du schaust regelmäßig, ob dein Verhaltensziel noch passt, und passt es bei Bedarf an.
Beispiel Stress: Nach zwei Wochen merkst du: Täglich 20 Minuten Entspannung klappen nicht. Du passt an auf zehn Minuten an fünf Tagen.
Mehr erfahren – mit Beispielen →1.6Abweichung zwischen Verhalten und Ziel aufzeigenDiscrepancy between current behavior and goal
Du machst sichtbar, wie weit dein aktuelles Verhalten von deinem Ziel entfernt ist.
Beispiel Stress: Du hattest dir vorgenommen, abends das Handy um 21 Uhr wegzulegen. Dein Bildschirmzeit-Bericht zeigt: im Schnitt bis 23 Uhr.
Mehr erfahren – mit Beispielen →1.7Ergebnisziele überprüfenReview outcome goal(s)
Du prüfst, ob dein angestrebtes Ergebnis noch realistisch und stimmig ist, und passt es an.
Beispiel Stress: Dein Ziel war, nachts durchzuschlafen. Du wachst noch auf, schläfst aber schneller wieder ein. Du formulierst das Ziel neu: „nach dem Aufwachen innerhalb von 15 Minuten wieder einschlafen“.
Mehr erfahren – mit Beispielen →1.8VerhaltensvertragBehavioral contract
Du hältst dein Vorhaben schriftlich fest und lässt es von einer anderen Person bezeugen.
Beispiel Stress: Du vereinbarst schriftlich mit deinem Partner: „Mittwochabend ist handyfreier Abend.“ Beide unterschreiben.
Mehr erfahren – mit Beispielen →1.9SelbstverpflichtungCommitment
Du bekräftigst ausdrücklich, dass du dein Verhalten ändern willst – laut, schriftlich oder vor anderen.
Beispiel Stress: In der ersten Kursstunde sagst du in der Runde: „Ich will lernen, auch mal Nein zu sagen.“
Mehr erfahren – mit Beispielen →Rückmeldung und BeobachtungFeedback and monitoring
Sichtbar machen, was du tust und was es bringt – durch dich selbst, durch andere oder durch Messgeräte.
7 Techniken2.1Beobachtung durch andere (ohne Rückmeldung)Monitoring of behavior by others without feedback
Jemand beobachtet oder dokumentiert dein Verhalten – mit deinem Wissen, aber ohne es zu kommentieren.
Beispiel Stress: Deine Kollegin trägt in eine gemeinsame Liste ein, ob du deine Mittagspause wirklich außerhalb des Büros machst.
Mehr erfahren – mit Beispielen →2.2Rückmeldung zum VerhaltenFeedback on behaviour
Du bekommst eine Rückmeldung dazu, wie du etwas machst oder wie oft du es tust.
Beispiel Stress: Die Kursleitung sagt dir nach der Atemübung: „Deine Ausatmung war heute schon deutlich länger als die Einatmung.“
Mehr erfahren – mit Beispielen →2.3Selbstbeobachtung des VerhaltensSelf-monitoring of behaviour
Du beobachtest und notierst dein eigenes Verhalten – etwa in einem Tagebuch, einer App oder einer Strichliste.
Beispiel Stress: Du notierst eine Woche lang, wann du Pausen machst und wann du sie ausfallen lässt.
Mehr erfahren – mit Beispielen →2.4Selbstbeobachtung der ErgebnisseSelf-monitoring of outcome(s) of behaviour
Du notierst nicht, was du tust, sondern was dabei herauskommt – zum Beispiel Schlafqualität oder Beweglichkeit.
Beispiel Stress: Du bewertest jeden Abend dein Stresslevel auf einer Skala von 0 bis 10.
Mehr erfahren – mit Beispielen →2.5Beobachtung der Ergebnisse durch andere (ohne Rückmeldung)Monitoring of outcome(s) of behavior by others without feedback
Jemand misst oder dokumentiert die Ergebnisse deines Verhaltens – ohne sie zu kommentieren.
Beispiel Stress: Zu Beginn und am Ende des Kurses füllst du einen Fragebogen zum Stresserleben aus, der von der Kursleitung ausgewertet wird.
Mehr erfahren – mit Beispielen →2.6BiofeedbackBiofeedback
Ein Messgerät macht Körpersignale wie Puls oder Muskelspannung sichtbar, damit du lernst, sie zu beeinflussen.
Beispiel Stress: Mit einem Brustgurt und einer App übst du langsames Atmen und siehst, wie deine Herzfrequenz im Rhythmus der Atmung schwingt.
Mehr erfahren – mit Beispielen →2.7Rückmeldung zu den ErgebnissenFeedback on outcome(s) of behavior
Du bekommst eine Rückmeldung dazu, was dein Verhalten bewirkt hat.
Beispiel Stress: Die Kursleitung zeigt dir den Vergleich deines Stressfragebogens von Woche 1 und Woche 8.
Mehr erfahren – mit Beispielen →Soziale UnterstützungSocial support
Andere Menschen als Rückhalt nutzen: ermutigend, praktisch oder emotional.
3 Techniken3.1Soziale Unterstützung (allgemein)Social support (unspecified)
Andere Menschen unterstützen dich bei deinem Vorhaben – durch Ermutigung, Begleitung oder einfach Dasein.
Beispiel Stress: Du erzählst einer guten Freundin von deinem Vorhaben, weniger Überstunden zu machen, und sie fragt regelmäßig nach, wie es läuft.
Mehr erfahren – mit Beispielen →3.2Praktische UnterstützungSocial support (practical)
Andere helfen dir ganz praktisch, damit du dein Vorhaben umsetzen kannst.
Beispiel Stress: Dein Partner übernimmt an zwei Abenden pro Woche das Abendessen, damit du eine halbe Stunde für dich hast.
Mehr erfahren – mit Beispielen →3.3Emotionale UnterstützungSocial support (emotional)
Andere geben dir Rückhalt, Verständnis und Zuspruch, wenn es schwierig wird.
Beispiel Stress: In der Kursgruppe merkst du, dass es anderen genauso geht – das entlastet und macht Mut.
Mehr erfahren – mit Beispielen →Wissen aufbauenShaping knowledge
Verstehen, wie etwas geht, was es auslöst und warum es passiert – und eigene Annahmen überprüfen.
4 Techniken4.1Anleitung zur AusführungInstruction on how to perform the behavior
Du bekommst eine klare Anleitung, wie du ein Verhalten richtig ausführst.
Beispiel Stress: Die Kursleitung erklärt die Progressive Muskelentspannung: welche Muskelgruppe, wie lange anspannen, wie lange lösen.
Mehr erfahren – mit Beispielen →4.2Wissen über AuslöserInformation about antecedents
Du lernst, welche Situationen, Gefühle oder Gedanken ein bestimmtes Verhalten auslösen.
Beispiel Stress: Du stellst fest, dass du immer dann gereizt reagierst, wenn du vor dem Mittag nichts gegessen hast und mehrere Anfragen gleichzeitig reinkommen.
Mehr erfahren – mit Beispielen →4.3Neubewertung der Ursachen (Re-Attribution)Re-attribution
Du hinterfragst, worauf du dein Verhalten oder deine Beschwerden zurückführst, und prüfst andere Erklärungen.
Beispiel Stress: Statt „Ich bin nicht stressresistent“ lernst du: „Ich habe gerade sehr viele Anforderungen gleichzeitig und zu wenig Erholung.“
Mehr erfahren – mit Beispielen →4.4VerhaltensexperimenteBehavioral experiments
Du testest eine Annahme über dein Verhalten wie eine Forscherin – mit einem kleinen Experiment.
Beispiel Stress: Deine Annahme: „Wenn ich Nein sage, ist meine Kollegin sauer.“ Experiment: Du lehnst eine Zusatzaufgabe freundlich ab und beobachtest ihre Reaktion.
Mehr erfahren – mit Beispielen →Natürliche FolgenNatural consequences
Die Folgen eines Verhaltens kennen und spüren – für Körper, Gefühle, Umfeld und Umwelt.
6 Techniken5.1Informationen über GesundheitsfolgenInformation about health consequences
Du erfährst, welche Auswirkungen ein Verhalten auf deine Gesundheit hat – positiv wie negativ.
Beispiel Stress: Du lernst, wie dauerhaft erhöhte Stresshormone Schlaf, Verdauung und Immunsystem beeinflussen können.
Mehr erfahren – mit Beispielen →5.2Folgen spürbar machenSalience of consequences
Die Folgen eines Verhaltens werden so dargestellt, dass sie dir wirklich ins Auge springen und im Gedächtnis bleiben.
Beispiel Stress: Die Kursleitung lässt dich eine Minute lang flach und schnell atmen – und dann lang ausatmen. Du spürst direkt, wie unterschiedlich sich der Körper anfühlt.
Mehr erfahren – mit Beispielen →5.3Informationen über soziale und ökologische FolgenInformation about social and environmental consequences
Du erfährst, wie dein Verhalten dein Umfeld, andere Menschen oder die Umwelt beeinflusst.
Beispiel Stress: Du wirst dir bewusst, dass deine Anspannung nach der Arbeit auch die Stimmung beim Abendessen mit der Familie prägt.
Mehr erfahren – mit Beispielen →5.4Gefühle nach dem Verhalten beobachtenMonitoring of emotional consequences
Du achtest bewusst darauf, wie du dich nach einem Verhalten fühlst, und hältst es fest.
Beispiel Stress: Nach der Entspannungsübung notierst du deine Anspannung vorher und nachher auf einer Skala von 0 bis 10.
Mehr erfahren – mit Beispielen →5.5Vorweggenommenes BedauernAnticipated regret
Du stellst dir vor, wie sehr du es später bereuen könntest, wenn du am alten Verhalten festhältst.
Beispiel Stress: Bevor du wieder bis 22 Uhr E-Mails beantwortest, fragst du dich: Wie werde ich mich morgen früh fühlen, wenn ich wieder schlecht geschlafen habe?
Mehr erfahren – mit Beispielen →5.6Informationen über emotionale FolgenInformation about emotional consequences
Du erfährst, wie ein Verhalten deine Stimmung, dein Wohlbefinden oder deine Gefühle beeinflusst.
Beispiel Stress: Du erfährst, dass regelmäßige Erholungsphasen die Reizbarkeit senken und die Konzentrationsfähigkeit verbessern können.
Mehr erfahren – mit Beispielen →Verhalten vergleichenComparison of behaviour
Von anderen lernen: zuschauen, vergleichen und erfahren, was andere für richtig halten.
3 Techniken6.1Vormachen (Demonstration)Demonstration of the behavior
Jemand zeigt dir, wie ein Verhalten geht – live, im Video oder auf Bildern.
Beispiel Stress: Die Kursleitung macht die Atemübung einmal langsam vor, bevor die Gruppe mitmacht.
Mehr erfahren – mit Beispielen →6.2Sozialer VergleichSocial comparison
Du vergleichst dein Verhalten mit dem anderer Menschen, um dich einzuordnen.
Beispiel Stress: In der Kursgruppe tauscht ihr aus, wie viele Pausen jede:r pro Tag macht – du merkst, dass du mit null Pausen deutlich unter dem Schnitt liegst.
Mehr erfahren – mit Beispielen →6.3Informationen über die Zustimmung andererInformation about others' approval
Du erfährst, was andere Menschen von dem Verhalten halten – ob sie es gutheißen oder ablehnen.
Beispiel Stress: Deine Führungskraft sagt im Teammeeting ausdrücklich, dass sie es gut findet, wenn alle ihre Mittagspause einhalten.
Mehr erfahren – mit Beispielen →VerknüpfungenAssociations
Signale und Reize so gestalten, dass sie das gewünschte Verhalten anstoßen oder das unerwünschte ausbremsen.
8 Techniken7.1Erinnerungshilfen und AuslöserPrompts/cues
Du setzt gezielt Signale in deinem Umfeld, die dich an dein Vorhaben erinnern.
Beispiel Stress: Ein Handy-Wecker um 15 Uhr mit dem Text „Durchatmen“ erinnert dich an eine Mini-Pause.
Mehr erfahren – mit Beispielen →7.2Signal für BelohnungCue signalling reward
Du erkennst ein Signal, das zuverlässig ankündigt: Wenn du jetzt das Verhalten zeigst, folgt etwas Angenehmes.
Beispiel Stress: Der Sonnenuntergang auf deinem Heimweg ist dein Signal: Wenn du jetzt aussteigst und die letzte Station läufst, siehst du ihn über der Donau.
Mehr erfahren – mit Beispielen →7.3Erinnerungshilfen schrittweise abbauenReduce prompts/cues
Du reduzierst nach und nach die Erinnerungen, bis das Verhalten ohne sie klappt.
Beispiel Stress: Nach vier Wochen täglicher Pausen-Erinnerung stellst du den Wecker nur noch montags und donnerstags.
Mehr erfahren – mit Beispielen →7.4Zugang zur Belohnung entziehenRemove access to the reward
Du sorgst dafür, dass ein unerwünschtes Verhalten gar nicht erst belohnt werden kann.
Beispiel Stress: Du meldest dich abends aus dem Arbeits-Chat ab, damit das kurze Glücksgefühl beim Abhaken von Nachrichten nach Feierabend wegfällt.
Mehr erfahren – mit Beispielen →7.5Unangenehmen Reiz entfernenRemove aversive stimulus
Du beseitigst etwas Unangenehmes, das dich vom gewünschten Verhalten abhält.
Beispiel Stress: Du schaltest die Benachrichtigungstöne auf dem Handy aus, die dich bei jeder Entspannungsübung aufschrecken.
Mehr erfahren – mit Beispielen →7.6SättigungSatiation
Durch wiederholten Kontakt mit einem Reiz lässt das Verlangen nach dem unerwünschten Verhalten nach.
Beispiel Stress: Du spürst den Drang, ständig die Nachrichten-App zu checken. Wenn du einen Nachmittag lang bewusst sehr oft hintereinander nachschaust, merkst du, wie wenig Neues kommt – der Reiz nutzt sich ab.
Mehr erfahren – mit Beispielen →7.7Konfrontation (Exposition)Exposure
Du stellst dich schrittweise und geplant einer Situation, die dir Angst macht, bis die Angst nachlässt.
Beispiel Stress: Du hast Angst, im Meeting deine Meinung zu sagen. Du startest mit einer kurzen Frage und steigerst dich über Wochen zu einem eigenen Beitrag.
Mehr erfahren – mit Beispielen →7.8Assoziatives LernenAssociative learning
Du verknüpfst einen neutralen Reiz immer wieder mit etwas, das bereits das gewünschte Verhalten auslöst.
Beispiel Stress: Du verbindest jede Entspannungsübung mit demselben Duft. Nach einigen Wochen kann schon der Duft allein ein Gefühl von Ruhe anstoßen.
Mehr erfahren – mit Beispielen →Wiederholung und ErsatzRepetition and substitution
Üben, wiederholen, ersetzen und steigern – bis aus einem Vorsatz eine Gewohnheit wird.
7 Techniken8.1Üben und ProbenBehavioral practice/rehearsal
Du übst ein Verhalten bewusst in einer entspannten Situation, damit es im Ernstfall sitzt.
Beispiel Stress: Im Kurs übst du im Rollenspiel, eine Zusatzaufgabe freundlich, aber klar abzulehnen.
Mehr erfahren – mit Beispielen →8.2Verhalten ersetzenBehavior substitution
Du ersetzt ein unerwünschtes Verhalten durch ein gewünschtes oder neutrales.
Beispiel Stress: Statt zum Handy zu greifen, wenn du dich gestresst fühlst, stehst du auf und holst dir ein Glas Wasser.
Mehr erfahren – mit Beispielen →8.3Gewohnheiten aufbauenHabit formation
Du wiederholst ein Verhalten immer in derselben Situation, bis es automatisch abläuft.
Beispiel Stress: Du machst jeden Morgen nach dem Einschalten der Kaffeemaschine drei tiefe Atemzüge am Fenster.
Mehr erfahren – mit Beispielen →8.4Gewohnheiten umkehrenHabit reversal
Du ersetzt eine eingefahrene, unerwünschte Gewohnheit durch ein neues Verhalten, das du gezielt einübst.
Beispiel Stress: Wenn du merkst, dass du unter Druck die Zähne zusammenbeißt, lockerst du bewusst den Kiefer und atmest aus – jedes Mal.
Mehr erfahren – mit Beispielen →8.5ÜberkorrekturOvercorrection
Nach einem unerwünschten Verhalten wiederholst du das gewünschte Verhalten bewusst übertrieben oft.
Beispiel Stress: Wenn du deine Mittagspause ausgelassen hast, gönnst du dir am Nachmittag bewusst eine doppelt so lange Pause.
Mehr erfahren – mit Beispielen →8.6Verhalten übertragen (Generalisierung)Generalisation of target behavior
Du überträgst ein Verhalten, das in einer Situation schon klappt, auf eine neue Situation.
Beispiel Stress: Die Atemübung, die im Kurs gut klappt, probierst du jetzt auch vor schwierigen Telefonaten.
Mehr erfahren – mit Beispielen →8.7Gestufte AufgabenGraded tasks
Du beginnst mit einer leichten Aufgabe und steigerst dich Schritt für Schritt bis zum eigentlichen Ziel.
Beispiel Stress: Du startest mit einer Minute Entspannungsübung pro Tag und steigerst jede Woche um zwei Minuten.
Mehr erfahren – mit Beispielen →Ergebnisse vergleichenComparison of outcomes
Vor- und Nachteile abwägen, Zukunftsbilder vergleichen und glaubwürdigen Stimmen zuhören.
3 Techniken9.1Glaubwürdige QuelleCredible source
Eine vertrauenswürdige Person oder Institution spricht sich für oder gegen ein Verhalten aus.
Beispiel Stress: Du liest eine Empfehlung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zu Pausen und Erholung bei der Arbeit.
Mehr erfahren – mit Beispielen →9.2Vor- und Nachteile abwägenPros and cons
Du sammelst ehrlich, was für und was gegen eine Veränderung spricht, und vergleichst beides.
Beispiel Stress: Weniger Überstunden? Dafür: mehr Schlaf, mehr Zeit mit Freund:innen. Dagegen: Angst, als weniger engagiert zu gelten.
Mehr erfahren – mit Beispielen →9.3Zukunftsbilder vergleichenComparative imagining of future outcomes
Du stellst dir zwei Zukunftsbilder vor – mit und ohne Veränderung – und vergleichst sie.
Beispiel Stress: Bild A: Du arbeitest weiter wie bisher, schläfst schlecht und bist im Urlaub die ersten Tage krank. Bild B: Du hast feste Erholungszeiten und gehst ausgeruht in den Tag.
Mehr erfahren – mit Beispielen →Belohnung und DrohungReward and threat
Anreize und Belohnungen – angekündigt oder tatsächlich, von anderen oder von dir selbst.
11 Techniken10.1Materieller Anreiz (Verhalten)Material incentive (behavior)
Dir wird vorher angekündigt, dass du für dein Verhalten etwas Materielles bekommst – Geld, Gutscheine oder Sachwerte.
Beispiel Stress: Dein Arbeitgeber kündigt an: Wer an allen Terminen eines Stressmanagement-Kurses teilnimmt, bekommt die Kursgebühr erstattet.
Mehr erfahren – mit Beispielen →10.2Materielle Belohnung (Verhalten)Material reward (behavior)
Du bekommst tatsächlich etwas Materielles, nachdem du dein Verhalten gezeigt hast.
Beispiel Stress: Nach dem Kursabschluss bekommst du einen Gutschein für einen Saunabesuch.
Mehr erfahren – mit Beispielen →10.3Unspezifische BelohnungNon-specific reward
Nach dem Verhalten gibt es eine Belohnung, ohne dass festgelegt ist, ob sie materiell oder sozial ist.
Beispiel Stress: Deine Achtsamkeits-App schaltet nach sieben Tagen am Stück ein neues Übungsmodul frei.
Mehr erfahren – mit Beispielen →10.4Soziale BelohnungSocial reward
Du bekommst Lob, Anerkennung oder ein Lächeln, nachdem du dein Verhalten gezeigt hast.
Beispiel Stress: Deine Kollegin sagt: „Toll, dass du heute wirklich Pause gemacht hast – du wirkst viel entspannter.“
Mehr erfahren – mit Beispielen →10.5Sozialer AnreizSocial incentive
Dir wird vorher angekündigt, dass du Anerkennung bekommst, wenn du dein Verhalten zeigst.
Beispiel Stress: Deine Partnerin sagt: „Wenn du diese Woche jeden Abend das Handy um 21 Uhr weglegst, gehen wir am Wochenende zusammen essen – und ich bin richtig stolz auf dich.“
Mehr erfahren – mit Beispielen →10.6Unspezifischer AnreizNon-specific incentive
Dir wird im Voraus eine Belohnung versprochen, ohne dass festgelegt ist, welcher Art sie ist.
Beispiel Stress: Die Kursleitung kündigt an: „Wer alle Tagesrückblicke ausgefüllt hat, bekommt in der letzten Stunde eine kleine Überraschung.“
Mehr erfahren – mit Beispielen →10.7Selbst gesetzter AnreizSelf-incentive
Du nimmst dir vor, dich selbst zu belohnen, wenn du dein Ziel erreicht oder dich angestrengt hast.
Beispiel Stress: „Wenn ich diese Woche jeden Tag meine Pause eingehalten habe, gehe ich Samstag in die Therme.“
Mehr erfahren – mit Beispielen →10.8Anreiz für das ErgebnisIncentive (outcome)
Dir wird eine Belohnung angekündigt, wenn du ein bestimmtes Ergebnis erreichst – nicht nur für das Verhalten selbst.
Beispiel Stress: Ein Betrieb kündigt an: Wenn sich die Werte in der nächsten Mitarbeiterbefragung zur Arbeitsbelastung verbessern, gibt es einen Teamausflug.
Mehr erfahren – mit Beispielen →10.9SelbstbelohnungSelf-reward
Du lobst oder belohnst dich selbst, nachdem du dein Verhalten gezeigt hast.
Beispiel Stress: Nach einem schwierigen Gespräch, in dem du dich abgegrenzt hast, sagst du dir bewusst: „Das war mutig.“
Mehr erfahren – mit Beispielen →10.10Belohnung für das ErgebnisReward (outcome)
Du bekommst tatsächlich eine Belohnung, weil du ein bestimmtes Ergebnis erreicht hast.
Beispiel Stress: Nachdem du vier Wochen lang im Schnitt vor 23 Uhr eingeschlafen bist, gönnst du dir ein neues Buch.
Mehr erfahren – mit Beispielen →10.11Angekündigte StrafeFuture punishment
Dir wird angekündigt, dass ein unerwünschtes Verhalten eine unangenehme Folge haben wird.
Beispiel Stress: Du vereinbarst mit dir: Wenn ich nach 20 Uhr noch Arbeits-E-Mails lese, fällt am Wochenende der Serienabend aus.
Mehr erfahren – mit Beispielen →RegulationRegulation
Gefühle, Kopf und Körper so steuern, dass Veränderung leichter fällt.
4 Techniken11.1Medikamentöse UnterstützungPharmacological support
Medikamente werden eingesetzt, um eine Verhaltensänderung zu erleichtern – immer ärztlich begleitet.
Beispiel Stress: Wer von einer Ärztin wegen starker Beschwerden ein Medikament verordnet bekommt, nutzt es wie besprochen und arbeitet parallel an seinen Stressbewältigungsstrategien.
Mehr erfahren – mit Beispielen →11.2Negative Gefühle reduzierenReduce negative emotions
Du lernst Wege, Anspannung, Angst oder Ärger zu verringern, damit dir das gewünschte Verhalten leichter fällt.
Beispiel Stress: Du lernst die Progressive Muskelentspannung und setzt sie ein, wenn du merkst, dass sich Anspannung aufbaut.
Mehr erfahren – mit Beispielen →11.3Mentale Ressourcen schonenConserving mental resources
Du machst es deinem Kopf leicht: weniger Entscheidungen, weniger merken, weniger Aufwand.
Beispiel Stress: Du planst deine Woche am Sonntag in 15 Minuten, damit du unter der Woche nicht ständig neu entscheiden musst, was als Nächstes kommt.
Mehr erfahren – mit Beispielen →11.4Paradoxe AnweisungParadoxical instructions
Du wirst aufgefordert, das unerwünschte Verhalten bewusst zu tun – damit es seinen Reiz verliert.
Beispiel Stress: Wer nachts nicht einschlafen kann, soll sich vornehmen, bewusst wach zu bleiben. Der Druck, einschlafen zu müssen, fällt weg – und das Einschlafen fällt manchmal leichter.
Mehr erfahren – mit Beispielen →Umfeld und AuslöserAntecedents
Die räumliche und soziale Umgebung so gestalten, dass das Richtige zum Einfachen wird.
6 Techniken12.1Räumliche Umgebung umgestaltenRestructuring the physical environment
Du veränderst deine Umgebung so, dass das gewünschte Verhalten leichter und das unerwünschte schwerer wird.
Beispiel Stress: Du lädst dein Handy nachts in der Küche statt neben dem Bett.
Mehr erfahren – mit Beispielen →12.2Soziales Umfeld umgestaltenRestructuring the social environment
Du veränderst, mit wem und wie du Zeit verbringst, damit dein Vorhaben leichter gelingt.
Beispiel Stress: Du triffst dich mittags nicht mehr mit der Kollegin, die jede Pause zum Jammern nutzt, sondern gehst mit einem Kollegen spazieren.
Mehr erfahren – mit Beispielen →12.3Auslöser meiden oder reduzierenAvoidance/reducing exposure to cues for the behavior
Du gehst den Situationen, Orten oder Reizen aus dem Weg, die dein unerwünschtes Verhalten auslösen.
Beispiel Stress: Du schaltest die E-Mail-Benachrichtigungen am Handy nach Feierabend aus.
Mehr erfahren – mit Beispielen →12.4AblenkungDistraction
Du lenkst deine Aufmerksamkeit bewusst auf etwas anderes, wenn der Impuls für das alte Verhalten kommt.
Beispiel Stress: Wenn das Grübeln abends losgeht, hörst du einen Podcast oder löst ein Kreuzworträtsel.
Mehr erfahren – mit Beispielen →12.5Hilfsmittel in die Umgebung bringenAdding objects to the environment
Du stellst dir Dinge in die Umgebung, die das gewünschte Verhalten erleichtern.
Beispiel Stress: Du stellst dir einen kleinen Sanduhr-Timer auf den Schreibtisch, um bewusst kurze Atempausen einzulegen.
Mehr erfahren – mit Beispielen →12.6Körperliche VeränderungenBody changes
Du veränderst gezielt etwas an deinem Körper oder seiner Funktion – etwa durch Krafttraining oder Entspannungstraining –, damit das gewünschte Verhalten leichter wird.
Beispiel Stress: Du trainierst regelmäßig ein Entspannungsverfahren wie die Progressive Muskelentspannung, damit dein Körper in angespannten Momenten schneller zur Ruhe findet.
Mehr erfahren – mit Beispielen →IdentitätIdentity
Das Selbstbild nutzen: Werte, Vorbildrolle und ein neues Bild von dir selbst.
5 Techniken13.1Sich als Vorbild sehenIdentification of self as role model
Du machst dir bewusst, dass dein Verhalten ein Beispiel für andere sein kann.
Beispiel Stress: Als Führungskraft machst du deine Mittagspause sichtbar – damit dein Team merkt, dass Pausen erwünscht sind.
Mehr erfahren – mit Beispielen →13.2Umdeuten (Framing/Reframing)Framing/reframing
Du betrachtest ein Verhalten bewusst aus einem neuen Blickwinkel, damit es sich anders anfühlt.
Beispiel Stress: Statt „Ich schaffe das nie“ sagst du dir: „Das ist eine Herausforderung, an der ich wachsen kann.“
Mehr erfahren – mit Beispielen →13.3Widersprüchliche Überzeugungen aufzeigenIncompatible beliefs
Du machst dir bewusst, wo dein Verhalten nicht zu dem Bild passt, das du von dir selbst hast.
Beispiel Stress: Du legst Wert darauf, ein geduldiger Mensch zu sein – und merkst, dass du im Stress deine Familie oft anfährst.
Mehr erfahren – mit Beispielen →13.4Werte und Stärken bekräftigenValued self-identity
Du schreibst über einen dir wichtigen Wert oder eine persönliche Stärke, um dein Selbstbild zu festigen.
Beispiel Stress: Im Kurs schreibst du auf, welche drei Werte dir am wichtigsten sind, und überlegst, wie deine Arbeitswoche besser zu ihnen passen könnte.
Mehr erfahren – mit Beispielen →13.5Neue Identität mit dem veränderten VerhaltenIdentity associated with changed behavior
Du beginnst, dich als jemand zu sehen, der das alte Verhalten hinter sich gelassen hat.
Beispiel Stress: „Früher habe ich jede Pause ausfallen lassen. Heute bin ich jemand, der Pausen als Teil guter Arbeit sieht.“
Mehr erfahren – mit Beispielen →Geplante FolgenScheduled consequences
Gezielt geplante Konsequenzen, die gewünschtes Verhalten fördern und unerwünschtes seltener machen.
10 Techniken14.1VerhaltenskostenBehavior cost
Wenn du das unerwünschte Verhalten zeigst, verlierst du etwas, das dir wichtig ist.
Beispiel Stress: Für jede Arbeits-E-Mail, die du nach 21 Uhr beantwortest, wandern zwei Euro in eine Spardose, deren Inhalt du spendest.
Mehr erfahren – mit Beispielen →14.2BestrafungPunishment
Auf das unerwünschte Verhalten folgt eine unangenehme Konsequenz.
Beispiel Stress: Du vereinbarst: Wenn du wieder eine Pause auslässt, übernimmst du die ungeliebte Ablage im Büro.
Mehr erfahren – mit Beispielen →14.3Belohnung entziehenRemove reward
Eine Belohnung, die das unerwünschte Verhalten bisher aufrechterhalten hat, fällt weg.
Beispiel Stress: Du vereinbarst mit deinem Team, auf Nachrichten nach 19 Uhr erst am nächsten Morgen zu reagieren – so fällt die Belohnung „schnelle Antwort“ für späte Anfragen weg.
Mehr erfahren – mit Beispielen →14.4Annäherung belohnenReward approximation
Jeder Schritt in Richtung Ziel wird belohnt – mit der Zeit nur noch die Schritte, die näher am Ziel liegen.
Beispiel Stress: Du belohnst dich anfangs schon für eine einminütige Pause, später nur noch für fünf Minuten, dann nur noch für eine echte Pause ohne Handy.
Mehr erfahren – mit Beispielen →14.5Abschluss belohnen (Rückwärtsverkettung)Rewarding completion
Du lernst eine Handlungskette von hinten nach vorn: Zuerst wird der letzte Schritt belohnt, dann kommen frühere Schritte dazu.
Beispiel Stress: Du lernst eine Entspannungsroutine rückwärts: Zuerst übst du nur das angenehme Nachspüren am Ende, dann kommt die Atemübung davor, schließlich das Einrichten des Übungsplatzes.
Mehr erfahren – mit Beispielen →14.6Situationsabhängige BelohnungSituation-specific reward
Das Verhalten wird nur in bestimmten Situationen belohnt – so lernst du, wann es passt und wann nicht.
Beispiel Stress: Du belohnst dich, wenn du im Feierabend nicht erreichbar bist – aber nicht, wenn du während eines wichtigen Projekts im Büro das Telefon ignorierst.
Mehr erfahren – mit Beispielen →14.7Unvereinbares Verhalten belohnenReward incompatible behavior
Belohnt wird ein Verhalten, das sich mit dem alten nicht gleichzeitig ausführen lässt.
Beispiel Stress: Du belohnst dich jedes Mal, wenn du in einem hitzigen Gespräch bewusst langsam sprichst – hektisches Durcheinanderreden ist so kaum möglich.
Mehr erfahren – mit Beispielen →14.8Alternatives Verhalten belohnenReward alternative behavior
Belohnt wird ein anderes, erwünschtes Verhalten, das an die Stelle des unerwünschten tritt.
Beispiel Stress: Jedes Mal, wenn du im Stress eine kurze Pause machst statt zum Süßigkeitenglas zu greifen, trägst du dir einen Punkt ein.
Mehr erfahren – mit Beispielen →14.9Belohnungen seltener machenReduce reward frequency
Belohnungen gibt es nach und nach nur noch für mehr, länger oder häufiger gezeigtes Verhalten.
Beispiel Stress: Anfangs belohnst du dich nach jeder eingehaltenen Pause, später nur noch nach einer ganzen Woche mit Pausen.
Mehr erfahren – mit Beispielen →14.10Unangenehmes entfernenRemove punishment
Wenn du das gewünschte Verhalten zeigst, fällt etwas Unangenehmes weg.
Beispiel Stress: Wenn du deine To-do-Liste am Vortag strukturiert hast, fällt am nächsten Morgen die unangenehme Hektik vor dem ersten Termin weg.
Mehr erfahren – mit Beispielen →SelbstvertrauenSelf-belief
Das Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken – die Basis der Selbstwirksamkeit.
4 Techniken15.1Zuspruch zur eigenen FähigkeitVerbal persuasion about capability
Jemand sagt dir überzeugend, dass du es schaffen kannst, und hilft dir, Selbstzweifel zu entkräften.
Beispiel Stress: Die Kursleitung sagt dir: „Du hast in den letzten Wochen schon so viel umgesetzt – das Nein-Sagen wirst du auch hinbekommen.“
Mehr erfahren – mit Beispielen →15.2Erfolgreiches Handeln mental durchspielenMental rehearsal of successful performance
Du stellst dir im Kopf genau vor, wie du das Verhalten erfolgreich ausführst.
Beispiel Stress: Vor einem schwierigen Gespräch stellst du dir vor, wie du ruhig atmest, deinen Standpunkt klar formulierst und das Gespräch gut endet.
Mehr erfahren – mit Beispielen →15.3An frühere Erfolge denkenFocus on past success
Du erinnerst dich bewusst an Situationen, in denen du das Verhalten schon geschafft hast.
Beispiel Stress: Du erinnerst dich daran, wie du im letzten Urlaub eine Woche lang keine Arbeitsmails gelesen hast – und wie gut das getan hat.
Mehr erfahren – mit Beispielen →15.4SelbstgesprächeSelf-talk
Du sprichst dir vor und während des Verhaltens selbst Mut zu – laut oder in Gedanken.
Beispiel Stress: In einer hektischen Situation sagst du dir innerlich: „Eins nach dem anderen. Ich muss nicht alles gleichzeitig lösen.“
Mehr erfahren – mit Beispielen →Lernen in der VorstellungCovert learning
Lernen im Kopf: Folgen vorstellen und aus den Erfahrungen anderer lernen.
3 Techniken16.1Vorgestellte StrafeImaginary punishment
Du stellst dir das unerwünschte Verhalten vor – und direkt danach eine unangenehme Folge.
Beispiel Stress: Du stellst dir vor, wie du wieder bis Mitternacht E-Mails liest – und wie du dich am nächsten Morgen gerädert durch den Tag schleppst.
Mehr erfahren – mit Beispielen →16.2Vorgestellte BelohnungImaginary reward
Du stellst dir das gewünschte Verhalten vor – und direkt danach eine angenehme Folge.
Beispiel Stress: Du stellst dir vor, wie du nach der Arbeit das Handy weglegst – und den Abend entspannt mit einem Buch auf dem Balkon genießt.
Mehr erfahren – mit Beispielen →16.3Stellvertretende KonsequenzenVicarious consequences
Du beobachtest, welche Folgen ein Verhalten für andere hat – und lernst daraus für dich selbst.
Beispiel Stress: Du erlebst mit, wie eine Kollegin sich abgrenzt, ihre Überstunden reduziert – und trotzdem geschätzt wird.
Mehr erfahren – mit Beispielen →Verhaltensänderung, die im Alltag ankommt
In den Kursen von HEALTH CAMPUS setzen wir viele dieser Techniken gezielt ein – in der Gruppe, Schritt für Schritt und mit Blick auf deinen Alltag. Zu Stress, Bewegung und Rückengesundheit.
Kurse ansehen →Quellen
- Michie, S., Richardson, M., Johnston, M., Abraham, C., Francis, J., Hardeman, W., Eccles, M. P., Cane, J., & Wood, C. E. (2013). The behavior change technique taxonomy (v1) of 93 hierarchically clustered techniques: Building an international consensus for the reporting of behavior change interventions. Annals of Behavioral Medicine, 46(1), 81–95.
- Marques, M. M., Wright, A. J., Corker, E., et al. (2024). The Behaviour Change Technique Ontology: Transforming the Behaviour Change Technique Taxonomy v1. Wellcome Open Research, 8, 308.
- Michie, S., Abraham, C., Whittington, C., McAteer, J., & Gupta, S. (2009). Effective techniques in healthy eating and physical activity interventions: A meta-regression. Health Psychology, 28(6), 690–701.