Worum geht's?

Bei der Bestrafung folgt auf das unerwünschte Verhalten etwas Unangenehmes. Anders als bei den Verhaltenskosten wird nicht etwas weggenommen, sondern etwas Unangenehmes hinzugefügt.

Die Idee dahinter

Unangenehme Folgen können ein Verhalten seltener machen. In der Gesundheitsförderung gilt Strafe aber als wenig hilfreich, weil sie Druck, Scham und Vermeidung erzeugen kann.

So sieht das im Alltag aus

Stress

Du vereinbarst: Wenn du wieder eine Pause auslässt, übernimmst du die ungeliebte Ablage im Büro.

Bewegung

Wer in der Trainingsgruppe zu spät kommt, muss die Geräte aufräumen.

Rücken

Wenn du den ganzen Tag ohne Bewegungspause gesessen hast, musst du am Abend den Keller aufräumen.

Probier's aus

In der Regel ist es wirksamer, das gewünschte Verhalten zu belohnen, statt das unerwünschte zu bestrafen.

Einordnung

Strafen spielen in Health-Campus-Kursen keine Rolle. Die Technik ist hier nur der Vollständigkeit halber erklärt.

Offizielle Definition
“Arrange for aversive consequence contingent on the performance of the unwanted behavior”
BCT Taxonomy v1, Michie et al. (2013)

Passt gut zusammen mit

14.1Verhaltenskosten10.11Angekündigte Strafe14.8Alternatives Verhalten belohnen

Weitere Techniken aus „Geplante Folgen“

Verhaltensänderung, die im Alltag ankommt

In den Kursen von HEALTH CAMPUS setzen wir viele dieser Techniken gezielt ein – in der Gruppe, Schritt für Schritt und mit Blick auf deinen Alltag. Zu Stress, Bewegung und Rückengesundheit.

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Quellen

  1. Michie, S., Richardson, M., Johnston, M., Abraham, C., Francis, J., Hardeman, W., Eccles, M. P., Cane, J., & Wood, C. E. (2013). The behavior change technique taxonomy (v1) of 93 hierarchically clustered techniques: Building an international consensus for the reporting of behavior change interventions. Annals of Behavioral Medicine, 46(1), 81–95.