Worum geht's?
Du erstellst eine Liste mit zwei Spalten: Was spricht dafür, etwas zu ändern? Was spricht dagegen? Wichtig ist, auch die Vorteile des alten Verhaltens ernst zu nehmen – sie erklären, warum Veränderung schwerfällt.
Die Idee dahinter
Ambivalenz ist normal. Wer beide Seiten offen anschaut, trifft eine bewusstere Entscheidung und weiß genau, woran er arbeiten muss, damit die Veränderung gelingt.
So sieht das im Alltag aus
Stress
Weniger Überstunden? Dafür: mehr Schlaf, mehr Zeit mit Freund:innen. Dagegen: Angst, als weniger engagiert zu gelten.
Bewegung
Mit dem Rad zur Arbeit? Dafür: Bewegung, frische Luft, keine Parkplatzsuche. Dagegen: Wetter, verschwitzt ankommen.
Rücken
Tägliche Übungen? Dafür: beweglicher, weniger Beschwerden, mehr Vertrauen in den Rücken. Dagegen: 15 Minuten weniger Schlaf am Morgen.
Schau dir die Nachteile-Spalte genau an: Jeder Nachteil ist ein Hinweis auf ein Hindernis, für das du eine Lösung finden kannst.
“Advise the person to identify and compare reasons for wanting (pros) and not wanting to (cons) change the behavior”
BCT Taxonomy v1, Michie et al. (2013)
Passt gut zusammen mit
Weitere Techniken aus „Ergebnisse vergleichen“
- 9.1Glaubwürdige Quelle
- 9.2Vor- und Nachteile abwägen (diese Seite)
- 9.3Zukunftsbilder vergleichen
Verhaltensänderung, die im Alltag ankommt
In den Kursen von HEALTH CAMPUS setzen wir viele dieser Techniken gezielt ein – in der Gruppe, Schritt für Schritt und mit Blick auf deinen Alltag. Zu Stress, Bewegung und Rückengesundheit.
Kurse ansehen →Quellen
- Michie, S., Richardson, M., Johnston, M., Abraham, C., Francis, J., Hardeman, W., Eccles, M. P., Cane, J., & Wood, C. E. (2013). The behavior change technique taxonomy (v1) of 93 hierarchically clustered techniques: Building an international consensus for the reporting of behavior change interventions. Annals of Behavioral Medicine, 46(1), 81–95.