Worum geht's?
Verhaltensänderung kostet Denkarbeit – und die ist begrenzt, besonders in stressigen Zeiten. Diese Technik reduziert den mentalen Aufwand, zum Beispiel durch feste Routinen, Checklisten oder vorbereitete Entscheidungen.
Die Idee dahinter
Je weniger du nachdenken musst, desto eher klappt es auch an vollen Tagen. Wer Entscheidungen vorab trifft, muss sie im entscheidenden Moment nicht mehr treffen.
So sieht das im Alltag aus
Stress
Du planst deine Woche am Sonntag in 15 Minuten, damit du unter der Woche nicht ständig neu entscheiden musst, was als Nächstes kommt.
Bewegung
Du legst fest: Montag Rad, Mittwoch Schwimmen, Freitag Spaziergang. Du musst nicht mehr überlegen, ob und was.
Rücken
Du hängst eine Karte mit deinen drei Übungen und Wiederholungszahlen neben die Matte, damit du nichts erinnern musst.
Frag dich: Welche Entscheidung könnte ich einmal treffen, statt sie jeden Tag neu zu treffen?
“Advise on ways of minimising demands on mental resources to facilitate behavior change”
BCT Taxonomy v1, Michie et al. (2013)
Passt gut zusammen mit
Weitere Techniken aus „Regulation“
- 11.1Medikamentöse Unterstützung
- 11.2Negative Gefühle reduzieren
- 11.3Mentale Ressourcen schonen (diese Seite)
- 11.4Paradoxe Anweisung
Verhaltensänderung, die im Alltag ankommt
In den Kursen von HEALTH CAMPUS setzen wir viele dieser Techniken gezielt ein – in der Gruppe, Schritt für Schritt und mit Blick auf deinen Alltag. Zu Stress, Bewegung und Rückengesundheit.
Kurse ansehen →Quellen
- Michie, S., Richardson, M., Johnston, M., Abraham, C., Francis, J., Hardeman, W., Eccles, M. P., Cane, J., & Wood, C. E. (2013). The behavior change technique taxonomy (v1) of 93 hierarchically clustered techniques: Building an international consensus for the reporting of behavior change interventions. Annals of Behavioral Medicine, 46(1), 81–95.