Worum geht's?

Sättigung heißt: Ein Reiz verliert seine Wirkung, wenn man ihm immer wieder ausgesetzt ist. Die Technik stammt aus der Lerntheorie und wird in der Gesundheitsförderung kaum eingesetzt – für die meisten Alltagsvorhaben gibt es passendere Techniken.

Die Idee dahinter

Was ständig verfügbar ist und immer wieder auftaucht, verliert seinen Reiz. Das Verlangen nach einem Verhalten kann nachlassen, wenn der zugehörige Reiz nichts Besonderes mehr ist.

So sieht das im Alltag aus

Stress

Du spürst den Drang, ständig die Nachrichten-App zu checken. Wenn du einen Nachmittag lang bewusst sehr oft hintereinander nachschaust, merkst du, wie wenig Neues kommt – der Reiz nutzt sich ab.

Bewegung

Für diesen Bereich gibt es kein sinnvolles Alltagsbeispiel – die Technik spielt hier kaum eine Rolle.

Rücken

Für diesen Bereich gibt es kein sinnvolles Alltagsbeispiel – die Technik spielt hier kaum eine Rolle.

Probier's aus

Diese Technik ist im Alltag schwer gezielt einzusetzen. Wenn du sie ausprobieren willst, sprich am besten mit einer Fachperson.

Einordnung

Sättigung ist eine lerntheoretische Technik, die in der Gesundheitsförderung kaum genutzt wird. Die Beispiele sind bewusst vorsichtig formuliert und zeigen nur das Prinzip.

Offizielle Definition
“Advise or arrange repeated exposure to a stimulus that reduces or extinguishes a drive for the unwanted behavior”
BCT Taxonomy v1, Michie et al. (2013)

Passt gut zusammen mit

7.7Konfrontation (Exposition)11.4Paradoxe Anweisung

Weitere Techniken aus „Verknüpfungen“

Verhaltensänderung, die im Alltag ankommt

In den Kursen von HEALTH CAMPUS setzen wir viele dieser Techniken gezielt ein – in der Gruppe, Schritt für Schritt und mit Blick auf deinen Alltag. Zu Stress, Bewegung und Rückengesundheit.

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Quellen

  1. Michie, S., Richardson, M., Johnston, M., Abraham, C., Francis, J., Hardeman, W., Eccles, M. P., Cane, J., & Wood, C. E. (2013). The behavior change technique taxonomy (v1) of 93 hierarchically clustered techniques: Building an international consensus for the reporting of behavior change interventions. Annals of Behavioral Medicine, 46(1), 81–95.