Worum geht's?
Diese Technik arbeitet nur in der Vorstellung: Du malst dir aus, wie du das alte Verhalten zeigst, und stellst dir dann eine unangenehme Konsequenz vor. So soll das Verhalten mit etwas Negativem verknüpft werden.
Die Idee dahinter
Die Verknüpfung in der Vorstellung soll das unerwünschte Verhalten weniger verlockend machen. Die Technik stammt aus der Verhaltenstherapie.
So sieht das im Alltag aus
Stress
Du stellst dir vor, wie du wieder bis Mitternacht E-Mails liest – und wie du dich am nächsten Morgen gerädert durch den Tag schleppst.
Bewegung
Du stellst dir vor, wie du das Training ausfallen lässt – und beim nächsten Treffen außer Atem hinter der Gruppe herläufst.
Rücken
Du stellst dir vor, wie du den ganzen Tag ohne Pause sitzt – und abends steif und unruhig auf dem Sofa liegst.
Nutze diese Technik sparsam. Vorgestellte Belohnungen für das gewünschte Verhalten sind in der Regel angenehmer und genauso sinnvoll.
Im Health-Campus-Ansatz setzen wir auf Befähigung statt Druck. Diese Technik ist hier der Vollständigkeit halber erklärt.
“Advise to imagine performing the unwanted behavior in a real-life situation followed by imagining an unpleasant consequence”
BCT Taxonomy v1, Michie et al. (2013)
Passt gut zusammen mit
Weitere Techniken aus „Lernen in der Vorstellung“
- 16.1Vorgestellte Strafe (diese Seite)
- 16.2Vorgestellte Belohnung
- 16.3Stellvertretende Konsequenzen
Verhaltensänderung, die im Alltag ankommt
In den Kursen von HEALTH CAMPUS setzen wir viele dieser Techniken gezielt ein – in der Gruppe, Schritt für Schritt und mit Blick auf deinen Alltag. Zu Stress, Bewegung und Rückengesundheit.
Kurse ansehen →Quellen
- Michie, S., Richardson, M., Johnston, M., Abraham, C., Francis, J., Hardeman, W., Eccles, M. P., Cane, J., & Wood, C. E. (2013). The behavior change technique taxonomy (v1) of 93 hierarchically clustered techniques: Building an international consensus for the reporting of behavior change interventions. Annals of Behavioral Medicine, 46(1), 81–95.