Worum geht's?

Beim Biofeedback misst ein Gerät Körperfunktionen, die du normalerweise kaum wahrnimmst – etwa Herzfrequenz, Herzratenvariabilität oder Muskelspannung – und zeigt sie dir in Echtzeit an. So siehst du sofort, wie sich zum Beispiel deine Atmung auf deinen Puls auswirkt.

Die Idee dahinter

Was sichtbar wird, lässt sich trainieren. Durch die direkte Rückmeldung lernst du, Körperreaktionen gezielt zu steuern. Für Biofeedback der Herzratenvariabilität zeigt eine Meta-Analyse eine Verringerung von selbstberichtetem Stress und Ängstlichkeit.

So sieht das im Alltag aus

Stress

Mit einem Brustgurt und einer App übst du langsames Atmen und siehst, wie deine Herzfrequenz im Rhythmus der Atmung schwingt.

Bewegung

Deine Pulsuhr zeigt dir beim Joggen, ob du im lockeren Bereich bleibst oder zu schnell unterwegs bist.

Rücken

In der Therapie zeigt ein Sensor die Spannung deiner Nackenmuskulatur am Bildschirm an, und du übst, sie bewusst zu lösen.

Probier's aus

Du brauchst kein Labor: Viele Pulsuhren können die Herzfrequenz live anzeigen. Probier aus, wie sie sich verändert, wenn du fünf Minuten langsam und lang ausatmest.

Einordnung

Biofeedback ist ein Übungswerkzeug, keine Diagnose. Messwerte von Consumer-Geräten sind Näherungen.

Offizielle Definition
“Provide feedback about the body using an external monitoring device as part of a behavior change strategy”
BCT Taxonomy v1, Michie et al. (2013)

Passt gut zusammen mit

2.2Rückmeldung zum Verhalten11.2Negative Gefühle reduzieren2.4Selbstbeobachtung der Ergebnisse

Weitere Techniken aus „Rückmeldung und Beobachtung“

Verhaltensänderung, die im Alltag ankommt

In den Kursen von HEALTH CAMPUS setzen wir viele dieser Techniken gezielt ein – in der Gruppe, Schritt für Schritt und mit Blick auf deinen Alltag. Zu Stress, Bewegung und Rückengesundheit.

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Quellen

  1. Michie, S., Richardson, M., Johnston, M., Abraham, C., Francis, J., Hardeman, W., Eccles, M. P., Cane, J., & Wood, C. E. (2013). The behavior change technique taxonomy (v1) of 93 hierarchically clustered techniques: Building an international consensus for the reporting of behavior change interventions. Annals of Behavioral Medicine, 46(1), 81–95.
  2. Goessl, V. C., Curtiss, J. E., & Hofmann, S. G. (2017). The effect of heart rate variability biofeedback training on stress and anxiety: A meta-analysis. Psychological Medicine, 47(15), 2578–2586.