Worum geht's?
Anders als bei reiner Information geht es hier um Wirkung: Bilder, persönliche Geschichten, anschauliche Vergleiche oder Erlebnisse, die die Folgen greifbar machen. Entscheidend ist, dass die Konsequenzen nicht nur verstanden, sondern gefühlt werden.
Die Idee dahinter
Abstrakte Zahlen berühren uns wenig. Was wir sehen, hören oder selbst erleben, bleibt haften und beeinflusst Entscheidungen stärker.
So sieht das im Alltag aus
Stress
Die Kursleitung lässt dich eine Minute lang flach und schnell atmen – und dann lang ausatmen. Du spürst direkt, wie unterschiedlich sich der Körper anfühlt.
Bewegung
Du probierst im Kurs aus, ohne Hände vom Boden aufzustehen. Du spürst sofort, wie viel Kraft und Beweglichkeit dafür nötig sind – und warum sie im Alltag zählen.
Rücken
Du stehst im Kurs 20 Minuten ohne Positionswechsel und vergleichst das Gefühl mit 20 Minuten, in denen du dein Gewicht verlagerst.
Frag dich: Welches Bild oder welches Erlebnis macht für mich greifbar, warum sich die Veränderung lohnt? Häng dieses Bild sichtbar auf.
“Use methods specifically designed to emphasise the consequences of performing the behaviour”
BCT Taxonomy v1, Michie et al. (2013)
Passt gut zusammen mit
Weitere Techniken aus „Natürliche Folgen“
- 5.1Informationen über Gesundheitsfolgen
- 5.2Folgen spürbar machen (diese Seite)
- 5.3Informationen über soziale und ökologische Folgen
- 5.4Gefühle nach dem Verhalten beobachten
- 5.5Vorweggenommenes Bedauern
- 5.6Informationen über emotionale Folgen
Verhaltensänderung, die im Alltag ankommt
In den Kursen von HEALTH CAMPUS setzen wir viele dieser Techniken gezielt ein – in der Gruppe, Schritt für Schritt und mit Blick auf deinen Alltag. Zu Stress, Bewegung und Rückengesundheit.
Kurse ansehen →Quellen
- Michie, S., Richardson, M., Johnston, M., Abraham, C., Francis, J., Hardeman, W., Eccles, M. P., Cane, J., & Wood, C. E. (2013). The behavior change technique taxonomy (v1) of 93 hierarchically clustered techniques: Building an international consensus for the reporting of behavior change interventions. Annals of Behavioral Medicine, 46(1), 81–95.