Worum geht's?
Aus „Ich versuche, weniger zu arbeiten“ wird „Ich bin jemand, der auf seine Grenzen achtet“. Du baust bewusst ein neues Selbstbild auf, in dem das alte Verhalten zur Vergangenheit gehört.
Die Idee dahinter
Wenn ein Verhalten Teil der eigenen Identität wird, braucht es weniger Anstrengung. Man handelt einfach so, weil man eben so ist.
So sieht das im Alltag aus
Stress
„Früher habe ich jede Pause ausfallen lassen. Heute bin ich jemand, der Pausen als Teil guter Arbeit sieht.“
Bewegung
„Früher war ich ein Sofamensch – heute bin ich eine Radfahrerin, die auch bei Nieselregen fährt.“
Rücken
„Früher habe ich meinen Rücken geschont. Heute bin ich jemand, der seinen Rücken trainiert.“
Schreib einen Satz in der Form: „Früher habe ich …, heute bin ich jemand, der …“. Lies ihn dir regelmäßig vor.
“Advise the person to construct a new self-identity as someone who 'used to engage with the unwanted behavior'”
BCT Taxonomy v1, Michie et al. (2013)
Passt gut zusammen mit
Weitere Techniken aus „Identität“
- 13.1Sich als Vorbild sehen
- 13.2Umdeuten (Framing/Reframing)
- 13.3Widersprüchliche Überzeugungen aufzeigen
- 13.4Werte und Stärken bekräftigen
- 13.5Neue Identität mit dem veränderten Verhalten (diese Seite)
Verhaltensänderung, die im Alltag ankommt
In den Kursen von HEALTH CAMPUS setzen wir viele dieser Techniken gezielt ein – in der Gruppe, Schritt für Schritt und mit Blick auf deinen Alltag. Zu Stress, Bewegung und Rückengesundheit.
Kurse ansehen →Quellen
- Michie, S., Richardson, M., Johnston, M., Abraham, C., Francis, J., Hardeman, W., Eccles, M. P., Cane, J., & Wood, C. E. (2013). The behavior change technique taxonomy (v1) of 93 hierarchically clustered techniques: Building an international consensus for the reporting of behavior change interventions. Annals of Behavioral Medicine, 46(1), 81–95.