Worum geht's?
In manchen Situationen können Medikamente helfen, ein Verhalten überhaupt erst möglich zu machen oder durchzuhalten. Die Technik umfasst auch, Menschen dabei zu unterstützen, ärztlich verordnete Medikamente wie vereinbart einzunehmen.
Die Idee dahinter
Medikamente ersetzen keine Verhaltensänderung, können sie aber in bestimmten Fällen erleichtern – etwa, indem sie Beschwerden lindern, die das neue Verhalten erschweren.
So sieht das im Alltag aus
Stress
Wer von einer Ärztin wegen starker Beschwerden ein Medikament verordnet bekommt, nutzt es wie besprochen und arbeitet parallel an seinen Stressbewältigungsstrategien.
Bewegung
Menschen mit belastungsabhängigen Atembeschwerden bekommen manchmal ärztlich ein Spray für die Zeit vor dem Training verordnet, damit Bewegung möglich bleibt.
Rücken
Bei akuten Rückenschmerzen kann eine ärztlich empfohlene Schmerzmedikation für kurze Zeit helfen, in Bewegung zu bleiben – das Ziel bleibt die Bewegung.
Sprich Fragen zu Medikamenten immer mit deiner Ärztin oder deinem Apotheker ab.
Health Campus gibt keine Empfehlungen zu Medikamenten. Diese Technik ist hier nur der Vollständigkeit halber beschrieben.
“Provide, or encourage the use of or adherence to, drugs to facilitate behavior change”
BCT Taxonomy v1, Michie et al. (2013)
Passt gut zusammen mit
Weitere Techniken aus „Regulation“
- 11.1Medikamentöse Unterstützung (diese Seite)
- 11.2Negative Gefühle reduzieren
- 11.3Mentale Ressourcen schonen
- 11.4Paradoxe Anweisung
Verhaltensänderung, die im Alltag ankommt
In den Kursen von HEALTH CAMPUS setzen wir viele dieser Techniken gezielt ein – in der Gruppe, Schritt für Schritt und mit Blick auf deinen Alltag. Zu Stress, Bewegung und Rückengesundheit.
Kurse ansehen →Quellen
- Michie, S., Richardson, M., Johnston, M., Abraham, C., Francis, J., Hardeman, W., Eccles, M. P., Cane, J., & Wood, C. E. (2013). The behavior change technique taxonomy (v1) of 93 hierarchically clustered techniques: Building an international consensus for the reporting of behavior change interventions. Annals of Behavioral Medicine, 46(1), 81–95.