Worum geht's?
Am Anfang gibt es für jedes Mal eine Belohnung. Mit der Zeit wird das Verhalten nur noch nach mehreren Wiederholungen oder einer längeren Dauer belohnt. Die Belohnung wird seltener, das Verhalten bleibt.
Die Idee dahinter
So wird das Verhalten unabhängiger von der äußeren Belohnung und stabiler. Es soll irgendwann auch ganz ohne Belohnung laufen.
So sieht das im Alltag aus
Stress
Anfangs belohnst du dich nach jeder eingehaltenen Pause, später nur noch nach einer ganzen Woche mit Pausen.
Bewegung
In den ersten zwei Wochen gibt es einen Aufkleber nach jedem Training, danach nur noch nach jeder dritten Einheit.
Rücken
Anfangs hakst du jeden Übungstag im Kalender ab und belohnst dich, später nur noch am Ende einer vollständigen Woche.
Reduziere die Belohnungen erst, wenn das Verhalten stabil läuft. Wenn es wieder wackelt, kannst du die Belohnungen kurzzeitig wieder häufiger machen.
“Arrange for rewards to be made contingent on increasing duration or frequency of the behavior”
BCT Taxonomy v1, Michie et al. (2013)
Passt gut zusammen mit
Weitere Techniken aus „Geplante Folgen“
- 14.1Verhaltenskosten
- 14.2Bestrafung
- 14.3Belohnung entziehen
- 14.4Annäherung belohnen
- 14.5Abschluss belohnen (Rückwärtsverkettung)
- 14.6Situationsabhängige Belohnung
- 14.7Unvereinbares Verhalten belohnen
- 14.8Alternatives Verhalten belohnen
- 14.9Belohnungen seltener machen (diese Seite)
- 14.10Unangenehmes entfernen
Verhaltensänderung, die im Alltag ankommt
In den Kursen von HEALTH CAMPUS setzen wir viele dieser Techniken gezielt ein – in der Gruppe, Schritt für Schritt und mit Blick auf deinen Alltag. Zu Stress, Bewegung und Rückengesundheit.
Kurse ansehen →Quellen
- Michie, S., Richardson, M., Johnston, M., Abraham, C., Francis, J., Hardeman, W., Eccles, M. P., Cane, J., & Wood, C. E. (2013). The behavior change technique taxonomy (v1) of 93 hierarchically clustered techniques: Building an international consensus for the reporting of behavior change interventions. Annals of Behavioral Medicine, 46(1), 81–95.